PLAY, TOUCH, GRIP
kay yoon
28.08-07.10.2021
28.08 ab 11 Uhr Opening Kunsthoch
ACT 1-3 by Sophie Germanier
PLAY 23.09
TOUCH 30.09
GRIP 07.10
07.10 Last Day!


Spinal Study Group

Spielplätze sind Orte, an denen sich Menschen versammeln, bewegen, wo sie spielen und beobachten. Kay Yoon schafft mit ihrer Installation Play, Touch, Grip im sic! Elephanthouse eine Spielfläche. Auf den Skulpturen, bzw. 'Spielzeugen', hinterlässt sie mehrere körperliche Abdrücke von sich selbst. Kay Yoon lädt somit andere Körper ein, auf dem `play ground` zu verweilen und zu spielen.
Mit Spinal Study Group reagiert Sophie Germanier (*1996) auf die körperliche Einladung der Ausstellung. Während Kay Yoon in ihrer Installation die Grenzen des standardisierten Spielplatzes zwischen Sicherheit und Gefahr auslotet, will Sophie Germanier der Frage nachgehen, was für Beziehungen zum Ort und den Objekten entstehen können, wenn wir körperlich auf den Ort eingehen und ihn befragen.  

I am in front of grounded
And
My Spine is thinking right now
In many ways.
Vertebras move and so listen,
Observe and feel……………………………….tension.
They desire,
,
,
One is curious and another one bored.


Während drei aufeinander folgenden Treffen, wird sich die Spinal Study Group (bestehend aus 6-9 Teilnehmer*innen) mit der Wirbelsäule beschäftigen und durch sie verschiedene Arten des körperlichen Denkens erproben. Was nehmen wir durch unsere Wirbelsäule wahr? Was denkt sie? Was für Beziehungen entstehen zwischen den Wirbeln und den Spielzeugen, wenn wir für sie tanzen?

Daten:
23.09., 18-20 Uhr
30.09., 18-20 Uhr
07.10., 18-open end

Melde dich bis am 21.09.2021 bei sophie.germanier@gmail.com an. Die drei Treffen sind aufbauend gegliedert (Falls du aber nicht an allen Daten kommen kannst, soll das kein Hindernis sein!). Für die Teilnahme besteht eine Zertifikatspflicht (geimpft, getestet, genesen).


PLAY, TOUCH, GRIP

Spielplätze sind meistens in Grünflächen eingebettet, überfüllt von schreienden Kindern und umzäunt von besorgten Eltern, die mit wachsamen Augen aufpassen, dass die Kinder nicht von der Schaukel fallen.
Diese kreativen Schutzräume wurden um 1900 für Kinder in urbanen, industrialisierten Gebieten entwickelt, platziert werden sie heute noch, meist in dicht besiedelten Gebieten, weit entfernt vom Geräuschpegel und Verkehr der Stadt. In dieser begrenzten Zone im öffentlichen Raum wird freies, spontanes Spielen, Entdecken, Erfahren und Vorstellen ausgelebt. Ein wichtiges Konzept des Städtebaus, ein standardisiertes Spiel-Modell, letztendlich ein Raum, der selbst zwischen Freiheit und Kontrolle hin und her schaukelt. Genau da liegt für Kay Yoon die Absurdität. 
„I was lost.  I was lost in between places where I was supposed to call a home, a place of protection and education, and places of nothingness, an abyss and pure darkness in silence.“*

Für die Künstlerin ist der „Playground“ ein Rückzugsort, in der Schwebe zwischen Sicherheit und Gefahr, zwischen Brutalität und Poesie, geprägt von traumatischen und befreienden Kindheitserinnerungen in Seoul. Im sic! Elephanthouse geht Yoon der programmierten Funktionalität dieses Ortes nach und hinterfragt die Subjektivität des Spielens.

Die ausgestellten Spielgeräte im Elephanthouse erscheinen in einer sehr minimalen, gar rohen Form. Anders als die Kletternetzte, Rutschen, Schaukeln, Wippen oder das Stehkarussell wie wir sie aus unseren Kindheitserinnerungen kennen. Im Gegensatz zu den bunten, in den Grundfarben Rot, Blau, Gelb oder Grün gestrichenen Spielelementen, erscheint hier alles in neuer Materialität, schwarzlackiert und kalt-metallisch. 

Für Yoon steht weniger das Objekt im Fokus, vielmehr interessiert sie sich für das absente Subjekt, das sich mit und um Elemente im Raum bewegt, nach ihnen greift, sie stösst, zieht, schwingt. Die Spuren der Berührung sind bei näherer Betrachtung sichtbar. Fingerabdrücke weisen darauf hin, dass das grosse schwarze Gerüst mit beiden Händen gezogen wurde. Schnell sind die Besuchenden versucht, das Spielzeug selbst in Bewegung zu setzten, doch viel Spielraum bleibt nicht. Der knochenartige Tausendfüssler kann nur bis zu einem bestimmten Radius bewegt werden. Die Verankerung eines Gegenstandes oder gar das Zurückhalten der Kinder, wenn das Ausziehen aus dem Elternhaus bevorsteht, wird mit dem Arbeitstitel, „Grounded“ zusätzlich unterstrichen. 
Auf die Feststellung, dass ein scheinbar lebendiger grenzenloser Ort doch seine Grenzen hat, deutet auch die hängende Schaukel in der linken Ecke hin: Das freie Schwingen in dieser limitierten Zone ist unmöglich. In dieser Ambivalenz eröffnen Yoons Arbeiten einen imaginierten Spielraum, der über die begrenzte Räumlichkeit hinausgeht, in dem wir uns die programmierten Choreografien mit ihrer Installation vorstellen.

An der Wand hängen drei dünne Holzspäne, auf dessen Oberfläche die Begriffspaare „Border and Body, Toys and Weapons, Steel and Flesh“ mit Laser-Cutter eingraviert sind. Begriffe die die groteske Sinnhaftigkeit des Spielplatzes in Worte fassen und in ihrer Komplementarität gleichzeitig im Wiederspruch stehen. 

Parallel zu den ausgestellten Objekten sind Erinnerungen aus Yoons Kindheit in ihrem Essay „Playground Memory Fragments“ festgehalten.


Text: Sabrina Negroni 


Während der Ausstellungsdauer reagiert die Künstlerin und Tänzerin Sophie Germanier (*1996, in Zürich), in drei Acts auf Yoons Ausstellung und spinnt Ansätze des Spielens performativ weiter. 
Weitere Informatioenn dezu folgen.


Kay Yoon in Seoul, Korea geboren, lebt und arbeitet in München. Sie studiert zurzeit an der Akademie der Bildenden Künste in München und ist in diversen Gruppenausstellungen vertreten.

Flyer gestaltet von Dorothee Dähler

Die Ausstellung wird finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Pro Helvetia
PLAY, TOUCH, GRIP
kay yoon
28.08-07.10.2021
28.08 ab 11 Uhr Opening Kunsthoch
ACT 1-3 by Sophie Germanier
PLAY 23.09
TOUCH 30.09
GRIP 07.10
07.10 Last Day!


Spinal Study Group

Spielplätze sind Orte, an denen sich Menschen versammeln, bewegen, wo sie spielen und beobachten. Kay Yoon schafft mit ihrer Installation Play, Touch, Grip im sic! Elephanthouse eine Spielfläche. Auf den Skulpturen, bzw. 'Spielzeugen', hinterlässt sie mehrere körperliche Abdrücke von sich selbst. Kay Yoon lädt somit andere Körper ein, auf dem `play ground` zu verweilen und zu spielen.
Mit Spinal Study Group reagiert Sophie Germanier (*1996) auf die körperliche Einladung der Ausstellung. Während Kay Yoon in ihrer Installation die Grenzen des standardisierten Spielplatzes zwischen Sicherheit und Gefahr auslotet, will Sophie Germanier der Frage nachgehen, was für Beziehungen zum Ort und den Objekten entstehen können, wenn wir körperlich auf den Ort eingehen und ihn befragen.  

I am in front of grounded
And
My Spine is thinking right now
In many ways.
Vertebras move and so listen,
Observe and feel……………………………….tension.
They desire,
,
,
One is curious and another one bored.


Während drei aufeinander folgenden Treffen, wird sich die Spinal Study Group (bestehend aus 6-9 Teilnehmer*innen) mit der Wirbelsäule beschäftigen und durch sie verschiedene Arten des körperlichen Denkens erproben. Was nehmen wir durch unsere Wirbelsäule wahr? Was denkt sie? Was für Beziehungen entstehen zwischen den Wirbeln und den Spielzeugen, wenn wir für sie tanzen?

Daten:
23.09., 18-20 Uhr
30.09., 18-20 Uhr
07.10., 18-open end

Melde dich bis am 21.09.2021 bei sophie.germanier@gmail.com an. Die drei Treffen sind aufbauend gegliedert (Falls du aber nicht an allen Daten kommen kannst, soll das kein Hindernis sein!). Für die Teilnahme besteht eine Zertifikatspflicht (geimpft, getestet, genesen).


PLAY, TOUCH, GRIP

Spielplätze sind meistens in Grünflächen eingebettet, überfüllt von schreienden Kindern und umzäunt von besorgten Eltern, die mit wachsamen Augen aufpassen, dass die Kinder nicht von der Schaukel fallen.
Diese kreativen Schutzräume wurden um 1900 für Kinder in urbanen, industrialisierten Gebieten entwickelt, platziert werden sie heute noch, meist in dicht besiedelten Gebieten, weit entfernt vom Geräuschpegel und Verkehr der Stadt. In dieser begrenzten Zone im öffentlichen Raum wird freies, spontanes Spielen, Entdecken, Erfahren und Vorstellen ausgelebt. Ein wichtiges Konzept des Städtebaus, ein standardisiertes Spiel-Modell, letztendlich ein Raum, der selbst zwischen Freiheit und Kontrolle hin und her schaukelt. Genau da liegt für Kay Yoon die Absurdität. 
„I was lost.  I was lost in between places where I was supposed to call a home, a place of protection and education, and places of nothingness, an abyss and pure darkness in silence.“*

Für die Künstlerin ist der „Playground“ ein Rückzugsort, in der Schwebe zwischen Sicherheit und Gefahr, zwischen Brutalität und Poesie, geprägt von traumatischen und befreienden Kindheitserinnerungen in Seoul. Im sic! Elephanthouse geht Yoon der programmierten Funktionalität dieses Ortes nach und hinterfragt die Subjektivität des Spielens.

Die ausgestellten Spielgeräte im Elephanthouse erscheinen in einer sehr minimalen, gar rohen Form. Anders als die Kletternetzte, Rutschen, Schaukeln, Wippen oder das Stehkarussell wie wir sie aus unseren Kindheitserinnerungen kennen. Im Gegensatz zu den bunten, in den Grundfarben Rot, Blau, Gelb oder Grün gestrichenen Spielelementen, erscheint hier alles in neuer Materialität, schwarzlackiert und kalt-metallisch. 

Für Yoon steht weniger das Objekt im Fokus, vielmehr interessiert sie sich für das absente Subjekt, das sich mit und um Elemente im Raum bewegt, nach ihnen greift, sie stösst, zieht, schwingt. Die Spuren der Berührung sind bei näherer Betrachtung sichtbar. Fingerabdrücke weisen darauf hin, dass das grosse schwarze Gerüst mit beiden Händen gezogen wurde. Schnell sind die Besuchenden versucht, das Spielzeug selbst in Bewegung zu setzten, doch viel Spielraum bleibt nicht. Der knochenartige Tausendfüssler kann nur bis zu einem bestimmten Radius bewegt werden. Die Verankerung eines Gegenstandes oder gar das Zurückhalten der Kinder, wenn das Ausziehen aus dem Elternhaus bevorsteht, wird mit dem Arbeitstitel, „Grounded“ zusätzlich unterstrichen. 
Auf die Feststellung, dass ein scheinbar lebendiger grenzenloser Ort doch seine Grenzen hat, deutet auch die hängende Schaukel in der linken Ecke hin: Das freie Schwingen in dieser limitierten Zone ist unmöglich. In dieser Ambivalenz eröffnen Yoons Arbeiten einen imaginierten Spielraum, der über die begrenzte Räumlichkeit hinausgeht, in dem wir uns die programmierten Choreografien mit ihrer Installation vorstellen.

An der Wand hängen drei dünne Holzspäne, auf dessen Oberfläche die Begriffspaare „Border and Body, Toys and Weapons, Steel and Flesh“ mit Laser-Cutter eingraviert sind. Begriffe die die groteske Sinnhaftigkeit des Spielplatzes in Worte fassen und in ihrer Komplementarität gleichzeitig im Wiederspruch stehen. 

Parallel zu den ausgestellten Objekten sind Erinnerungen aus Yoons Kindheit in ihrem Essay „Playground Memory Fragments“ festgehalten.


Text: Sabrina Negroni 


Während der Ausstellungsdauer reagiert die Künstlerin und Tänzerin Sophie Germanier (*1996, in Zürich), in drei Acts auf Yoons Ausstellung und spinnt Ansätze des Spielens performativ weiter. 
Weitere Informatioenn dezu folgen.


Kay Yoon in Seoul, Korea geboren, lebt und arbeitet in München. Sie studiert zurzeit an der Akademie der Bildenden Künste in München und ist in diversen Gruppenausstellungen vertreten.

Flyer gestaltet von Dorothee Dähler

Die Ausstellung wird finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Pro Helvetia
PLAY, TOUCH, GRIP
kay yoon
28.08-07.10.2021
28.08 ab 11 Uhr Opening Kunsthoch
ACT 1-3 by Sophie Germanier
PLAY 23.09
TOUCH 30.09
GRIP 07.10
07.10 Last Day!


Spinal Study Group

Spielplätze sind Orte, an denen sich Menschen versammeln, bewegen, wo sie spielen und beobachten. Kay Yoon schafft mit ihrer Installation Play, Touch, Grip im sic! Elephanthouse eine Spielfläche. Auf den Skulpturen, bzw. 'Spielzeugen', hinterlässt sie mehrere körperliche Abdrücke von sich selbst. Kay Yoon lädt somit andere Körper ein, auf dem `play ground` zu verweilen und zu spielen.
Mit Spinal Study Group reagiert Sophie Germanier (*1996) auf die körperliche Einladung der Ausstellung. Während Kay Yoon in ihrer Installation die Grenzen des standardisierten Spielplatzes zwischen Sicherheit und Gefahr auslotet, will Sophie Germanier der Frage nachgehen, was für Beziehungen zum Ort und den Objekten entstehen können, wenn wir körperlich auf den Ort eingehen und ihn befragen.  

I am in front of grounded
And
My Spine is thinking right now
In many ways.
Vertebras move and so listen,
Observe and feel……………………………….tension.
They desire,
,
,
One is curious and another one bored.


Während drei aufeinander folgenden Treffen, wird sich die Spinal Study Group (bestehend aus 6-9 Teilnehmer*innen) mit der Wirbelsäule beschäftigen und durch sie verschiedene Arten des körperlichen Denkens erproben. Was nehmen wir durch unsere Wirbelsäule wahr? Was denkt sie? Was für Beziehungen entstehen zwischen den Wirbeln und den Spielzeugen, wenn wir für sie tanzen?

Daten:
23.09., 18-20 Uhr
30.09., 18-20 Uhr
07.10., 18-open end

Melde dich bis am 21.09.2021 bei sophie.germanier@gmail.com an. Die drei Treffen sind aufbauend gegliedert (Falls du aber nicht an allen Daten kommen kannst, soll das kein Hindernis sein!). Für die Teilnahme besteht eine Zertifikatspflicht (geimpft, getestet, genesen).


PLAY, TOUCH, GRIP

Spielplätze sind meistens in Grünflächen eingebettet, überfüllt von schreienden Kindern und umzäunt von besorgten Eltern, die mit wachsamen Augen aufpassen, dass die Kinder nicht von der Schaukel fallen.
Diese kreativen Schutzräume wurden um 1900 für Kinder in urbanen, industrialisierten Gebieten entwickelt, platziert werden sie heute noch, meist in dicht besiedelten Gebieten, weit entfernt vom Geräuschpegel und Verkehr der Stadt. In dieser begrenzten Zone im öffentlichen Raum wird freies, spontanes Spielen, Entdecken, Erfahren und Vorstellen ausgelebt. Ein wichtiges Konzept des Städtebaus, ein standardisiertes Spiel-Modell, letztendlich ein Raum, der selbst zwischen Freiheit und Kontrolle hin und her schaukelt. Genau da liegt für Kay Yoon die Absurdität. 
„I was lost.  I was lost in between places where I was supposed to call a home, a place of protection and education, and places of nothingness, an abyss and pure darkness in silence.“*

Für die Künstlerin ist der „Playground“ ein Rückzugsort, in der Schwebe zwischen Sicherheit und Gefahr, zwischen Brutalität und Poesie, geprägt von traumatischen und befreienden Kindheitserinnerungen in Seoul. Im sic! Elephanthouse geht Yoon der programmierten Funktionalität dieses Ortes nach und hinterfragt die Subjektivität des Spielens.

Die ausgestellten Spielgeräte im Elephanthouse erscheinen in einer sehr minimalen, gar rohen Form. Anders als die Kletternetzte, Rutschen, Schaukeln, Wippen oder das Stehkarussell wie wir sie aus unseren Kindheitserinnerungen kennen. Im Gegensatz zu den bunten, in den Grundfarben Rot, Blau, Gelb oder Grün gestrichenen Spielelementen, erscheint hier alles in neuer Materialität, schwarzlackiert und kalt-metallisch. 

Für Yoon steht weniger das Objekt im Fokus, vielmehr interessiert sie sich für das absente Subjekt, das sich mit und um Elemente im Raum bewegt, nach ihnen greift, sie stösst, zieht, schwingt. Die Spuren der Berührung sind bei näherer Betrachtung sichtbar. Fingerabdrücke weisen darauf hin, dass das grosse schwarze Gerüst mit beiden Händen gezogen wurde. Schnell sind die Besuchenden versucht, das Spielzeug selbst in Bewegung zu setzten, doch viel Spielraum bleibt nicht. Der knochenartige Tausendfüssler kann nur bis zu einem bestimmten Radius bewegt werden. Die Verankerung eines Gegenstandes oder gar das Zurückhalten der Kinder, wenn das Ausziehen aus dem Elternhaus bevorsteht, wird mit dem Arbeitstitel, „Grounded“ zusätzlich unterstrichen. 
Auf die Feststellung, dass ein scheinbar lebendiger grenzenloser Ort doch seine Grenzen hat, deutet auch die hängende Schaukel in der linken Ecke hin: Das freie Schwingen in dieser limitierten Zone ist unmöglich. In dieser Ambivalenz eröffnen Yoons Arbeiten einen imaginierten Spielraum, der über die begrenzte Räumlichkeit hinausgeht, in dem wir uns die programmierten Choreografien mit ihrer Installation vorstellen.

An der Wand hängen drei dünne Holzspäne, auf dessen Oberfläche die Begriffspaare „Border and Body, Toys and Weapons, Steel and Flesh“ mit Laser-Cutter eingraviert sind. Begriffe die die groteske Sinnhaftigkeit des Spielplatzes in Worte fassen und in ihrer Komplementarität gleichzeitig im Wiederspruch stehen. 

Parallel zu den ausgestellten Objekten sind Erinnerungen aus Yoons Kindheit in ihrem Essay „Playground Memory Fragments“ festgehalten.


Text: Sabrina Negroni 


Während der Ausstellungsdauer reagiert die Künstlerin und Tänzerin Sophie Germanier (*1996, in Zürich), in drei Acts auf Yoons Ausstellung und spinnt Ansätze des Spielens performativ weiter. 
Weitere Informatioenn dezu folgen.


Kay Yoon in Seoul, Korea geboren, lebt und arbeitet in München. Sie studiert zurzeit an der Akademie der Bildenden Künste in München und ist in diversen Gruppenausstellungen vertreten.

Flyer gestaltet von Dorothee Dähler

Die Ausstellung wird finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Pro Helvetia