10.04 - 22.05.2021
HANDSHAKE
Monika Emmanuelle Kazi
29.05 - 03.07.2021
FLORIAN MARITZ
OPENING
24.10.20, 17 Uhr
FEMINOTOPIAS 

21.11.20, 14 UHR
LISTENING SESSION AMBRA

05.12.20, 17 UHR
«To drink a glass of water is to ingest the ghosts of bodies that haunt that water.»
— Ein Glas Wasser zu trinken bedeutet, die Geister der Körper aufzunehmen, die in diesem Wasser spuken.

Wasser fliesst, strömt, schwappt und flutet durch Körper, Materialien, durch Rohre und Leitungen, Flussbette und Ozeane. Es bedeckt den grössten Teil unseres blauen Planeten, markiert Grenzen und Ufer, aber vor allem schafft es Verbindungen. Mit jedem Schluck, den wir trinken, werden wir Teil des globalen Wasserzyklus, der durch uns und alle Spezies hindurchfliesst - We are all bodies of water.

Auf diesen Wegen trägt das Wasser Erinnerungen mit: Geschichten über Öl-Lecks, chemisches Östrogen, Kokain, Plastik oder Schwermetalle. Gleichzeitig beheimatet es Geister, die von Krieg und Flucht, von Fabelwesen und versunkenen Städten erzählen. Als «Bodies of water» tragen wir jene Geschichten in uns und geben unsere weiter.

Die Ausstellung Intimacy of Strangers von Riikka Tauriainen denkt in einer fiktionalen Welt über dieses Wassergedächtnis, dieses planetarische Archiv nach. Tauriainens Werkkomplex Hydrocommons besteht aus verschiedenen Arbeiten, die sich in einer posthumanen Gedankenwelt bewegen: Welche menschlichen Spuren hinterlassen wir in der Natur? Wie können neue Körper aus Toxischem und Natürlichem entstehen? Wie wird Fremdes zu Vertrautem?

«When life moved out of marine waters, living bodies folded a watery habitat back inside of itself.»
— Als das Leben aus den Meeresgewässern auszog, falteten die Lebewesen einen wässrigen Lebensraum in sich selbst.

Tauriainen schafft einen immersiven Raum der Erinnerung und Zukunft: Im Elephanthouse zeigt sie Videoaufnahmen aus ihrer Residency in der italienischen Hafenstadt Genua. Die Aufnahmen zeigen das Leben unter Wasser: Schwimmende Quallen, Tintenfische und Wellen, die unermüdlich an Steinen brechen. Einige der Aufnahmen wurden im Meer aufgenommen, andere zeigen die nachempfundene Unterwasserwelt im "Acquario di Genova". Die Videoprojektion wird durch ein schwebendes Relief aus transparentem PET projiziert. Die Objekte fangen die Form einer welligen Wasseroberfläche ein und zugleich erinnern sie an digitale Renderings, an flüssige Screens oder an Körper. Die raumfüllenden Elemente stehen in einer engen Wechselwirkung; die Plastikoberfläche der Reliefs verzerrt die Bilder, das Licht der Projektion bricht auf dem PET und zeichnet ein Lichtspiel in den ganzen Raum –  gespiegeltes Sonnenlicht oder digitale Animationen. Begleitet wird die Installation von einer Soundkulisse, die der Musiker Emre Sarigöl zur Videoprojektion komponiert hat. Stetig vermischen sich Stillstand und Bewegung: fliessende Formen und Ton treffen auf vertikal hängende Schnüre und giftgrüne Textprojektionen. Die Rezipienten selbst werden zur Projektionsfläche in Tauriainens Installation.

«What sort of ethics and politics could I cultivate if I were to acknowledge that the unknowability of the other nonetheless courses through me—just as I do through her?»
— Welche Art von Ethik und Politik könnte ich kultivieren, wenn ich erkenne, dass das unbekannte Andere durch mich hindurchgeht – und ich durch es?

Tauriainen spielt in ihrer Installation mit Gegensätzen zwischen Natürlichem und Toxischem, Bedrohung und Wohlsein, Menschlichem und Nicht-Menschlichem, Innen und Aussen und zwischen Intimem und Fremden. Diese Ambivalenzen und Reibungen vermag Tauriainen zu vermischen und die Grenzen dazwischen zum Fliessen zu bringen. Damit öffnet Tauriainen einen Raum für Fragen: Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir uns als Bodies of Water in dieser Hydro-Logik mit unserer Umwelt sozialisieren würden? Wie werden ideologische und materielle Grenzen überwunden und fluid?

Zitate aus Hydrofeminism, On becoming a body of water, 2012 (Astrida Neimanis)
Text von Lena Pfäffli

FEMINOTOPIAS
Im Zusammenhang mit Tauriainens Recherchen rief sie 2018 Feminotopias ins Leben. Dieses Format nutzt Tauriainen um kollektiv über Geschichtsschreibung, neue Formen von Wissensvermittlung und feministischen Utopien nachzudenken.
RIVER ORACLE mit Riikka Tauriainen, Paloma Ayala und Anne-Laure Franchette
FROM SENSITIVE POOLS AND SNAIL CONNECTIONS mit Jeanne Jacob, Riikka Tauriainen und Paloma Ayala

LISTENING SESSION AMBRA
An der Finissage wird eine Listening Session des Kollektiv AMBRA (Caroline Ann Baur, Vanessà Heer, Tina Reden und Riikka Tauriainen) stattfinden. Durch polyrhythmische Sounds und fiktive Erzählungen schafft AMBRA Räume für kritischen Austausch und Kollaboration.
Riikka Tauriainen (*1979) ist in Finnland aufgewachsen und lebt in Zürich. Sie studierte in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA Photography), Essen (Folkwang Universität der Künste, Communication Design, Erasmus), Berlin (Kunsthochschule Berlin- Weissensee, Freie Kunst / Bildhauerei, Stipendium) und Zürich (Zürcher Hochschule der Künste, MA Fine Arts).

riikkatauriainen.net

Sound von Emre Sarigöl alias feyz. (*1984 lebt und arbeitet in Zürich.)
Plakat gestaltet von Enea Bortone.

Die Ausstellung wurde finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Minerva Kunststiftung
Stiftung Temperatio
Stiftung Charlotte und Joseph Kopp-Maus
Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern
Casimir Eigensatz Stiftung
Schweizerische Vereinigung der Freunde Finnlands SVFF
2021
KAY YOON
OPENING
24.10.20, 17 Uhr
FEMINOTOPIAS 

21.11.20, 14 UHR
LISTENING SESSION AMBRA

05.12.20, 17 UHR
«To drink a glass of water is to ingest the ghosts of bodies that haunt that water.»
— Ein Glas Wasser zu trinken bedeutet, die Geister der Körper aufzunehmen, die in diesem Wasser spuken.

Wasser fliesst, strömt, schwappt und flutet durch Körper, Materialien, durch Rohre und Leitungen, Flussbette und Ozeane. Es bedeckt den grössten Teil unseres blauen Planeten, markiert Grenzen und Ufer, aber vor allem schafft es Verbindungen. Mit jedem Schluck, den wir trinken, werden wir Teil des globalen Wasserzyklus, der durch uns und alle Spezies hindurchfliesst - We are all bodies of water.

Auf diesen Wegen trägt das Wasser Erinnerungen mit: Geschichten über Öl-Lecks, chemisches Östrogen, Kokain, Plastik oder Schwermetalle. Gleichzeitig beheimatet es Geister, die von Krieg und Flucht, von Fabelwesen und versunkenen Städten erzählen. Als «Bodies of water» tragen wir jene Geschichten in uns und geben unsere weiter.

Die Ausstellung Intimacy of Strangers von Riikka Tauriainen denkt in einer fiktionalen Welt über dieses Wassergedächtnis, dieses planetarische Archiv nach. Tauriainens Werkkomplex Hydrocommons besteht aus verschiedenen Arbeiten, die sich in einer posthumanen Gedankenwelt bewegen: Welche menschlichen Spuren hinterlassen wir in der Natur? Wie können neue Körper aus Toxischem und Natürlichem entstehen? Wie wird Fremdes zu Vertrautem?

«When life moved out of marine waters, living bodies folded a watery habitat back inside of itself.»
— Als das Leben aus den Meeresgewässern auszog, falteten die Lebewesen einen wässrigen Lebensraum in sich selbst.

Tauriainen schafft einen immersiven Raum der Erinnerung und Zukunft: Im Elephanthouse zeigt sie Videoaufnahmen aus ihrer Residency in der italienischen Hafenstadt Genua. Die Aufnahmen zeigen das Leben unter Wasser: Schwimmende Quallen, Tintenfische und Wellen, die unermüdlich an Steinen brechen. Einige der Aufnahmen wurden im Meer aufgenommen, andere zeigen die nachempfundene Unterwasserwelt im "Acquario di Genova". Die Videoprojektion wird durch ein schwebendes Relief aus transparentem PET projiziert. Die Objekte fangen die Form einer welligen Wasseroberfläche ein und zugleich erinnern sie an digitale Renderings, an flüssige Screens oder an Körper. Die raumfüllenden Elemente stehen in einer engen Wechselwirkung; die Plastikoberfläche der Reliefs verzerrt die Bilder, das Licht der Projektion bricht auf dem PET und zeichnet ein Lichtspiel in den ganzen Raum –  gespiegeltes Sonnenlicht oder digitale Animationen. Begleitet wird die Installation von einer Soundkulisse, die der Musiker Emre Sarigöl zur Videoprojektion komponiert hat. Stetig vermischen sich Stillstand und Bewegung: fliessende Formen und Ton treffen auf vertikal hängende Schnüre und giftgrüne Textprojektionen. Die Rezipienten selbst werden zur Projektionsfläche in Tauriainens Installation.

«What sort of ethics and politics could I cultivate if I were to acknowledge that the unknowability of the other nonetheless courses through me—just as I do through her?»
— Welche Art von Ethik und Politik könnte ich kultivieren, wenn ich erkenne, dass das unbekannte Andere durch mich hindurchgeht – und ich durch es?

Tauriainen spielt in ihrer Installation mit Gegensätzen zwischen Natürlichem und Toxischem, Bedrohung und Wohlsein, Menschlichem und Nicht-Menschlichem, Innen und Aussen und zwischen Intimem und Fremden. Diese Ambivalenzen und Reibungen vermag Tauriainen zu vermischen und die Grenzen dazwischen zum Fliessen zu bringen. Damit öffnet Tauriainen einen Raum für Fragen: Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir uns als Bodies of Water in dieser Hydro-Logik mit unserer Umwelt sozialisieren würden? Wie werden ideologische und materielle Grenzen überwunden und fluid?

Zitate aus Hydrofeminism, On becoming a body of water, 2012 (Astrida Neimanis)
Text von Lena Pfäffli

FEMINOTOPIAS
Im Zusammenhang mit Tauriainens Recherchen rief sie 2018 Feminotopias ins Leben. Dieses Format nutzt Tauriainen um kollektiv über Geschichtsschreibung, neue Formen von Wissensvermittlung und feministischen Utopien nachzudenken.
RIVER ORACLE mit Riikka Tauriainen, Paloma Ayala und Anne-Laure Franchette
FROM SENSITIVE POOLS AND SNAIL CONNECTIONS mit Jeanne Jacob, Riikka Tauriainen und Paloma Ayala

LISTENING SESSION AMBRA
An der Finissage wird eine Listening Session des Kollektiv AMBRA (Caroline Ann Baur, Vanessà Heer, Tina Reden und Riikka Tauriainen) stattfinden. Durch polyrhythmische Sounds und fiktive Erzählungen schafft AMBRA Räume für kritischen Austausch und Kollaboration.
Riikka Tauriainen (*1979) ist in Finnland aufgewachsen und lebt in Zürich. Sie studierte in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA Photography), Essen (Folkwang Universität der Künste, Communication Design, Erasmus), Berlin (Kunsthochschule Berlin- Weissensee, Freie Kunst / Bildhauerei, Stipendium) und Zürich (Zürcher Hochschule der Künste, MA Fine Arts).

riikkatauriainen.net

Sound von Emre Sarigöl alias feyz. (*1984 lebt und arbeitet in Zürich.)
Plakat gestaltet von Enea Bortone.

Die Ausstellung wurde finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Minerva Kunststiftung
Stiftung Temperatio
Stiftung Charlotte und Joseph Kopp-Maus
Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern
Casimir Eigensatz Stiftung
Schweizerische Vereinigung der Freunde Finnlands SVFF
2021
JONAS ETTER
OPENING
24.10.20, 17 Uhr
FEMINOTOPIAS 

21.11.20, 14 UHR
LISTENING SESSION AMBRA

05.12.20, 17 UHR
«To drink a glass of water is to ingest the ghosts of bodies that haunt that water.»
— Ein Glas Wasser zu trinken bedeutet, die Geister der Körper aufzunehmen, die in diesem Wasser spuken.

Wasser fliesst, strömt, schwappt und flutet durch Körper, Materialien, durch Rohre und Leitungen, Flussbette und Ozeane. Es bedeckt den grössten Teil unseres blauen Planeten, markiert Grenzen und Ufer, aber vor allem schafft es Verbindungen. Mit jedem Schluck, den wir trinken, werden wir Teil des globalen Wasserzyklus, der durch uns und alle Spezies hindurchfliesst - We are all bodies of water.

Auf diesen Wegen trägt das Wasser Erinnerungen mit: Geschichten über Öl-Lecks, chemisches Östrogen, Kokain, Plastik oder Schwermetalle. Gleichzeitig beheimatet es Geister, die von Krieg und Flucht, von Fabelwesen und versunkenen Städten erzählen. Als «Bodies of water» tragen wir jene Geschichten in uns und geben unsere weiter.

Die Ausstellung Intimacy of Strangers von Riikka Tauriainen denkt in einer fiktionalen Welt über dieses Wassergedächtnis, dieses planetarische Archiv nach. Tauriainens Werkkomplex Hydrocommons besteht aus verschiedenen Arbeiten, die sich in einer posthumanen Gedankenwelt bewegen: Welche menschlichen Spuren hinterlassen wir in der Natur? Wie können neue Körper aus Toxischem und Natürlichem entstehen? Wie wird Fremdes zu Vertrautem?

«When life moved out of marine waters, living bodies folded a watery habitat back inside of itself.»
— Als das Leben aus den Meeresgewässern auszog, falteten die Lebewesen einen wässrigen Lebensraum in sich selbst.

Tauriainen schafft einen immersiven Raum der Erinnerung und Zukunft: Im Elephanthouse zeigt sie Videoaufnahmen aus ihrer Residency in der italienischen Hafenstadt Genua. Die Aufnahmen zeigen das Leben unter Wasser: Schwimmende Quallen, Tintenfische und Wellen, die unermüdlich an Steinen brechen. Einige der Aufnahmen wurden im Meer aufgenommen, andere zeigen die nachempfundene Unterwasserwelt im "Acquario di Genova". Die Videoprojektion wird durch ein schwebendes Relief aus transparentem PET projiziert. Die Objekte fangen die Form einer welligen Wasseroberfläche ein und zugleich erinnern sie an digitale Renderings, an flüssige Screens oder an Körper. Die raumfüllenden Elemente stehen in einer engen Wechselwirkung; die Plastikoberfläche der Reliefs verzerrt die Bilder, das Licht der Projektion bricht auf dem PET und zeichnet ein Lichtspiel in den ganzen Raum –  gespiegeltes Sonnenlicht oder digitale Animationen. Begleitet wird die Installation von einer Soundkulisse, die der Musiker Emre Sarigöl zur Videoprojektion komponiert hat. Stetig vermischen sich Stillstand und Bewegung: fliessende Formen und Ton treffen auf vertikal hängende Schnüre und giftgrüne Textprojektionen. Die Rezipienten selbst werden zur Projektionsfläche in Tauriainens Installation.

«What sort of ethics and politics could I cultivate if I were to acknowledge that the unknowability of the other nonetheless courses through me—just as I do through her?»
— Welche Art von Ethik und Politik könnte ich kultivieren, wenn ich erkenne, dass das unbekannte Andere durch mich hindurchgeht – und ich durch es?

Tauriainen spielt in ihrer Installation mit Gegensätzen zwischen Natürlichem und Toxischem, Bedrohung und Wohlsein, Menschlichem und Nicht-Menschlichem, Innen und Aussen und zwischen Intimem und Fremden. Diese Ambivalenzen und Reibungen vermag Tauriainen zu vermischen und die Grenzen dazwischen zum Fliessen zu bringen. Damit öffnet Tauriainen einen Raum für Fragen: Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir uns als Bodies of Water in dieser Hydro-Logik mit unserer Umwelt sozialisieren würden? Wie werden ideologische und materielle Grenzen überwunden und fluid?

Zitate aus Hydrofeminism, On becoming a body of water, 2012 (Astrida Neimanis)
Text von Lena Pfäffli

FEMINOTOPIAS
Im Zusammenhang mit Tauriainens Recherchen rief sie 2018 Feminotopias ins Leben. Dieses Format nutzt Tauriainen um kollektiv über Geschichtsschreibung, neue Formen von Wissensvermittlung und feministischen Utopien nachzudenken.
RIVER ORACLE mit Riikka Tauriainen, Paloma Ayala und Anne-Laure Franchette
FROM SENSITIVE POOLS AND SNAIL CONNECTIONS mit Jeanne Jacob, Riikka Tauriainen und Paloma Ayala

LISTENING SESSION AMBRA
An der Finissage wird eine Listening Session des Kollektiv AMBRA (Caroline Ann Baur, Vanessà Heer, Tina Reden und Riikka Tauriainen) stattfinden. Durch polyrhythmische Sounds und fiktive Erzählungen schafft AMBRA Räume für kritischen Austausch und Kollaboration.
Riikka Tauriainen (*1979) ist in Finnland aufgewachsen und lebt in Zürich. Sie studierte in Tallinn (Estonian Academy of Arts, BA Photography), Essen (Folkwang Universität der Künste, Communication Design, Erasmus), Berlin (Kunsthochschule Berlin- Weissensee, Freie Kunst / Bildhauerei, Stipendium) und Zürich (Zürcher Hochschule der Künste, MA Fine Arts).

riikkatauriainen.net

Sound von Emre Sarigöl alias feyz. (*1984 lebt und arbeitet in Zürich.)
Plakat gestaltet von Enea Bortone.

Die Ausstellung wurde finanziert durch:
Stadt Luzern Kultur und Sport
RKK Regionalkonferenz Kultur Region Luzern
Minerva Kunststiftung
Stiftung Temperatio
Stiftung Charlotte und Joseph Kopp-Maus
Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern
Casimir Eigensatz Stiftung
Schweizerische Vereinigung der Freunde Finnlands SVFF
Handshake
Monika Emmanuelle Kazi
10.04-22.05.2021
FACADE PAINTING
KEVIN PINSEMBERT
SOUND PERFORMANCE
YARA DULAC GISLER
Monika Emmanuelle Kazi (*1991) lebt und arbeitet in Genf, wo sie aktuell ihren Master in Visual Arts an der HEAD studiert. Die von Text und drei Malereien begleitete Videoinstallation «mains d’oeuvre» hinterfragt auf subtile Weise die Bedeutung von Worten und Meinungen sowie deren Rechte. Durch die Gesten weisser Hände reflektiert Monika Emmanuelle Kazi die soziale Hierarchie, in der wir alle gefangen sind.
In ihrem Text stellt sich die Künstlerin eine dystopische Gesellschaft vor, in der Sprache und Meinungen monetisiert werden. Dabei beschäftigt sich Kazi mit folgenden Fragen: Sind wir noch frei in unseren Handlungen und Meinungen oder leitet uns das Bild, das wir öffentlich projizieren wollen, bei unseren Entscheidungen? Wenn unsere Reden und Meinungen eine Währung wären, wer wäre dann der reich und wer würde in Armut leben? Wären Sie bereit, Ihr Recht zu sprechen, zu verkaufen, um zu überleben?
Das Thema mag auf den ersten Blick moralisierend wirken, Kazi weiss es jedoch mit Scharfsinn und Feingefühl zu untersuchen, indem sie Selbstreflexion und Fiktion in den Fokus nimmt.

Wir freuen uns, unsere Türen das erste Mal dieses Jahr mit einer Ausstellung der französischen Künstlerin Monika Emmanuelle Kazi zu öffnen. Vom 10. April bis zum 22. Mai 2021 ist HANDSHAKE bei sic! Elephanthouse zu sehen.  

Sound zur Videoinstallation in Englisch:
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